DE EN FR ES IT CN RU
Official site of Tatyana Divina, instrumental, easy-listening, healing music dowloads
 
Home
Herausgeber
Artikel
Alben
Musik mp3
Kontakt

Hier sind einige Empfehlungen an diejenigen, die am gemeinsamen Schaffen von Schüler und Lehrer während der Musikstunde interessiert sind, die bestrebt sind, die Musikstunde zu Lieblingsunterricht zu machen. Ich habe das für Menschen geschrieben, die mit Kindern arbeiten. Und sicherlich auch für alle die es werden lesen wollen. Andererseits, Sie werden nichts vermissen, wenn Sie dies nicht lesen: jeder besitzt eigene Erfahrungen in kreativem Umgang mit Kindern und vielleicht sind diese wesentlich umfangreicher und nützlicher als meine Erfahrungen. Ich bin aber so frei und werde Einiges empfehlen, das bei der Arbeit mit jungen Musikern, wenn man sie kreativ gestaltet, von Nutzen sein kann.  Kreativ sollte man nicht nur bei Musikerziehung sein, sonder auch bei Erziehung im Allgemeinen.
Mein Mann und ich waren übrigens auch bei der Erziehung unserer drei Söhne sehr kreativ. Und ich muss sagen, alles ist recht gut gelungen. Meine Kinder konnten alle mit drei Jahren lesen, das Rechnen fiel ihnen leicht  ebenso wie das Malen. Sie hatten dabei Hilfe von den Helden ihrer Lieblingsmärchen, die jeden Tag per Post Briefe mit diversen Aufgaben, Wünschen und unbedingt mit Anreizgeschenken „schickten“. Und obwohl sie alle sich für Medizin entschieden haben, sind sie im Leben kreative Menschen. Das Leben ist für kreative Menschen immer interessant, sie langweilen sich nie und lassen bei ihren Nächsten auch keine Langeweile aufkommen.

Von Tatyana Divina

 

Alles in unserem Leben beruht auf Liebe!
Die Basis jeder Erziehung bildet auch Liebe. Liebe und Geduld. Ein gereizter Erzieher, der Unruhe in die Arbeit hineinbringt, bleibt machtlos.
Es ist seit langer Zeit allgemein bekannt: es ist bei weitem wichtiger, den Wunsch und das Können, Wissen und Fertigkeiten sich selbst anzueignen, anzuerziehen als einfach bestimmtes Wissen und Können beizubringen.  Ein Pädagoge, der dem Schüler alles bereits “vorgekaut” anbietet, erweckt bei ihm kein Verlangen nach der Suche und auch keine Wissbegier. Die Aufgabe ist es, den Schüler in die Welt der Kunst einzuführen, sein kreatives Potential zu wecken und ihm die Technik beizubringen.  Von großer Bedeutung ist es, dass der Pädagoge selbst kunstbegeistert ist, damit er den Schüler begeistern kann.
Beim Schüler die Liebe zur Musik, zum Musikinstrument zu erwecken, die genauso groß ist, wie die eigene – das zählt.
Mit welcher Bewunderung blicken unsere Schüler auf uns, wenn wir in den ersten Unterrichtsstunden ihnen das Musikinstrument vorführen, indem wir ein kleines Konzert anbieten!
Danach setzen sie sich an das Instrument mit großem Interesse und Willen, die wir unbedingt aufrechterhalten müssen.
Ich glaube, jeder weiß, dass zu Beginn des Unterrichts nicht gleich das Notenlesen vorgenommen werden sollte. 
Dadurch würde der Unterricht zu „trocken“ und wenig interessant werden. Das Notenlesen sollte allmählich, unaufdringlich und auf lustige Weise, gleichzeitig mit dem Spiel eingeführt werden. In den ersten Stunden werden Kinder oft müde, deshalb ist es angebracht, ab und an den Unterricht für kurze Gymnastikpausen unterbrechen.  Diese Pausen können sowohl die Aufmerksamkeit der Kinder fördern als auch musikalischer Natur sein.
Kinder mögen leichte körperliche Übungen in bestimmtem Rhythmus, der an ihrem Lieblingsinstrument vom Pädagogen erzeugt wird.
Die Hausaufgaben dürfen nicht umfangreich und schwer sein.
Sobald das Kind einen “Spielplan” hat, selbst wenn es nur 2-3 Lieder sind, die zu zweit gelernt wurden, brauchen Sie einen Sondernotizblock, um beim Unterricht neu gelernte Musikstückу dort einzutragen. Die Arbeit an diesem Spielplan sollte während der gesamten Unterrichtszeit fortgeführt werden. Wenn der Pädagoge den Schüler systematisch nach dem Notizblock abfragt (wenigstens 3-4 Stücke in jedem Unterricht), wird das Kind spielen. Kinder haben es gern, wenn sie wissen, sie können etwas auf einem Musikinstrument spielen, das gilt auch für solche, die sonst nicht besonders gut lernen. Dieses Gefühl sollte man festigen. Denn für gewöhnlich werden die gelernten Stücke in den Prüfungen gespielt und dann schnell vergessen.
Jeder Schüler muss eigenen Spielplan haben. Den braucht er nicht nur zur Selbstbehauptung. Der Spielplan lässt sich sehr vielseitig nutzen. Zum Bespiel für Soloauftritte vor den Gleichaltrigen. Und selbst wenn sie in kleiner Runde stattfinden, muss man alles tun, damit das Kind sich als richtiger Künstler fühlt. Er braucht Aushänge, die überall zu sehen sind, besorgen Sie auch Blumen und Geschenke. All das lässt das Kind seine Bedeutung spüren und ist ein riesiger Anreiz zur guten Arbeit auch weiterhin. Soloauftritte müssen selbst schwächere Schüler haben. Das wird für sie der Anreiz sein, fleißiger zu lernen. Und auch hier braucht das Kind Aushänge, Blumen, Geschenke und gut gefüllten Raum. Man kann Wettbewerbe in Form von Wunschkonzerten veranstalten  Am besten macht man das vor den Eltern der Kinder. Vor Beginn der Veranstaltung werden an Zuhörer und die Jurymitglieder Kärtchen mit dem Repertoire der Teilnehmer ausgeteilt. Jeder Zuhörer kann sich ein Stück seiner Wahl aus dieser Liste wünschen. An der Vorbereitung und an der Durchführung der Veranstaltung beteiligen sich die Eltern. Bei solchen Konzerten werden sie nicht gleichgültig bleiben können, denn hier geht es um einen Wettbewerb ihrer Kinder, die Eltern zeigen sich nach den Konzerten viel mehr Interesse am Unterricht der Kinder.

Das soll aber nicht heißen, dass die Kinder und die Eltern den Musikunterricht als pure Unterhaltung auffassen müssen, das ist auch große Arbeit.

Der große Nutzen durch das Arbeiten am Repertoire besteht darin, dass die Stücke zusammen mit dem Lehrer gespielt werden können. Das Kind ist begeistert, wenn der Lehrer am zweiten Instrument zusammen mit ihm eine bekannte Melodie spielt, die jetzt etwas anders klingt.
Gleichzeitig sammelt das Kind Erfahrungen beim Ensemblespielen.
Was sind weitere Möglichkeiten, um das wachsende Repertoire nützlich und interessant einzusetzen? Das sind Musikmärchen Mithilfe des Lehrers schreibt das Kind ein literarisches Werk – ein Märchen! Und die Stücke aus dem Notizblock mit dem Repertoire helfen beim Nachvertonen. Manchmal müssen der Rhythmus, das Tempo, der Charakter geändert werden, um die für das Märchen passende Atmosphäre zu schaffen. Solche Musikmärchen kann der Autor bei Minikonzerten im Kindergarten, beim Literatur- oder Malunterricht vortragen und so für kreative Atmosphäre sorgen. Musikmärchen werden sehr warm und mit riesigem Interesse von kleinen Zuhörern bei den Pausen in den oben beschriebenen Solokonzerten aufgenommen, wenn der „Künstler“ etwas Erholung braucht. Üblicherweise stellt das Musikmärchen die Konzertansagerin vor. Die Entwicklung der Vorstellungskraft und der Kreativität ist eine der wichtigsten Funktionen der Musik. Deshalb wird das Verfassen von Märchen und Musik wird zu einem wichtigen Teil des Musikunterrichts für Kinder.
Ein Kind, dass vor die Herausforderung gestellt wird, ein simples Stück zu den vorgegebenen Worten und einem bestimmten Rhythmus zu verfassen, aktivisiert sein Denken, versucht, die Aufgabe allein zu lösen, gewöhnt sich an kreative Selbstverwirklichung und gewinnt Vertrauen in eigenes kreatives Vermögen. Kinder spielen eigene Stücke sehr gern, sie stecken die anderen mit dem Wunsch an, auch eigene Musik zu schreiben. Hat ein Kind Schwierigkeiten beim Verfassen einer Melodie, schlagen Sie ich vor, zunächst einen Rhythmus aufzuschreiben und es soll eine unvollendete Melodie fortsetzen.
Jeder weiß, dass Kinder, denen alles gelingt, Interesse am Unterricht haben. Gute Noten sind ein Anreiz für den Schüler. Versuchen Sie viele gute Noten zu verteilen. Wenn es nicht möglich ist, gute Note für die Hausaufgaben zu geben, ist es immer möglich die Arbeit im Unterricht gut zu benoten. Der Lehrer soll es auch einem nicht so sehr begabten Schüler ermöglichen, eine gute Note für die Arbeit im Unterricht zu erhalten. Wenn von einer Unterrichtsstunden zur anderen systematisch an der Tonleiter und am Repertoire gearbeitet wird, hat der Schüler in der Regel stets gute Zusatznoten für diese Aufgaben. Man kann gute Note geben, wenn der Schüler im Unterricht gut nach dem Gehör nachspielt oder die Noten vom Blatt liest.

 Das alles soll aber nicht bedeuten, dass nicht gemachte Hausaufgaben ohne Note bleiben.

Für die Stärkung von Musikgedächtnis empfiehlt sich in jedem Unterricht 3-4 Minuten damit zu verbringen, dass der Schüler selbständig ein kleineres Musikstück auswendig lernt und später im Unterricht spielt, wofür er eine Note bekommt. Das Kind wird fleißig versuchen, die Melodie zu merken, um diese in 4 Minuten wiederzugeben. Denn das ist reale Möglichkeit, eine zusätzliche gute Note zu bekommen!  Die Aufgabe wird nur in sehr seltenen Fällen nicht gemacht. Der Lehrer muss daran denken, dass es immer etwas gibt, wofür er den Schüler loben kann. Und das muss er so oft wie möglich tun.
In seinem Lehrer muss das Kind nicht nur den Lehrer, sondern auch einen Freund sehen, der seine Probleme versteht, sich für ihn freut, der Umgang mit ihm wird zu einem produktiven Dialog, in dessen Folge sowohl der Schüler als auch der Lehrer besser werden.

Viel Erfolg!

© 2008 Tatyana Divina

All rights reserved. The contents of divina.by may not be copied, reproduced, distributed, or published, in whole or in part, without the written permission of Tatyana Divina. If you're interested in reprinting our articles please contact us. ( contact page > )



© 2004-2010 Tatyana Divina
Alle Rechte vorbehalten